KVK-Trigramm

Im Rahmen der experimentellen Erforschung des Gedächtnisses hat der deutsche Psychologe Hermann Ebbinghaus (1885) festzustellen versucht, wie viele „sinnlose“ bzw „sinnarme“ einfache Buchstabenkombinationen sich ein Mensch merken kann.
Dazu verwendet er eine Kombination von Buchstaben, bestehend aus einem Konsonanten, einem Vokal und einem weiteren Konsonanten (KVK).

Dieses System ist leicht verständlich, da nur 3 Buchstaben pro „Silbe“ verwendet werden, jedoch gibt es wenig Möglichkeiten zu Assoziationen in der deutschen Sprache, weshalb das System unabhänig von der Vorbildung verschiedener Personen fast vergleichbare Werte liefern kann.

 

Übung:

Versuchen Sie die folgende Übung selbst und mit Freunden!

1.Grundübung

1. Lesen Sie sich die 20 Kombinationen in der Liste durch.
2. Schreiben Sie, ohne auf die Liste zu schauen, die Kombinationen auf. Versuchen Sie dabei auch die Reihenfolge einzuhalten.

Liste:

NOL
WOX
CAZ
BIJ
XUZ
ZIX
YUV
BIX
BIY
ZAY
KUW
RAK
LOX
XOT
ZAM
QIW
COT
QAZ
VOT
XIZ

2. Schwierigkeitsgrad steigern

  • Wiederholen Sie diesen Vorgang nach 15 Minuten ohne sich die Liste vorher noch einmal anzuschauen.
  • Wiederholen Sie diesen Vorgang am Abend ohne sich die Liste vorher noch einmal anzuschauen.

Schmerzfaktor Chili / Chilipulver ?

Chilipulver ist in der Regel eine Gewürzmischung.

Sie besteht meisten aus Cayennepeffer (der in Deutschland auch oft auch nur als Chili bezeichnet wird), Kreuzkümmel, Oregano etc .

„Richtiger Cayennepeffer“ wird aus der Pflanzengattung Paprika (Capsicum) gewonnen. Zu ihr gehören eine Reihe von Gewächsen, die als scharf bekannt sind, wie Chili, Spanischer Pfeffer, PeperoniPeperoncini oder Pfefferoni.

Die Schärfe wird dabei in Scoville-Einheiten angegeben, welche durch den Capsaicin-Gehalt gebildet wird. Chili enthält außerdem Vitamin C.

Auch hier gilt nicht der Grundsatz, viel hilft viel. Der durch die Schärfe verursachte „Schmerz“ regt zwar die Sinne an, aber schon kleinste Mengen können zu viel Schmerz verursachen.

Forscher haben festgestellt, dass der TRPV1-Rezeptor (Eiweiß) sowohl bei Schmerzen als auch beim Speichern von Erinnerungen beteiligt ist.

Insoweit könnte sich zu viel Chili-Schmerz negativ auf die Speicherung von Informationen / vorhandenen Erinnerungen auswirken.

Meine eigene Bewertung für das Gedächtnistraining

Ob Chilipulver oder Chili direkt, richtig dosiert stimuliert dieses den Körper, ohne als Schmerz wahrgenommen zu werden. Das führt wiederum zu mehr Abwechslung und Aufmerksamkeit.

Tut das Essen „weh“, war die Dosis zu hoch und der Schmerz verhindert bzw. beeinträchtigt die Aufnahmefähigkeit von Informationen.

Sobald man merkt, dass man mit dem Würzen Schwierigkeiten hat, sollte man auf Chili lieber verzichten.

 

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Chilipulver

http://de.wikipedia.org/wiki/Cayennepfeffer

http://de.wikipedia.org/wiki/Paprika

http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/algesiologie-gut-gegen-schmerz-und-schlecht-fuer-das-gedaechtnis-1544712.html

Nutzt buddhistisches Denken das Gehirn besser?

Auf der Homepage www.welt.de hat Herr Jörg auf dem Hövel am 31.7.2009 einen interessanten Artikel unter der Schlagzeile „Buddhistisches Denken nutzt das Gehirn besser“ veröffentlicht.

In wie weit man seinem Resumé folgt, muss jeder selbst entscheiden. Ob man das Gehirn mit einem „Muskel“ oder einem „eigener Körper“ vergleicht, kann dahingestellt bleiben. Wichtig ist, dass eine einseitige Ausrichtung bei Übungen auf nur einen „Aufgabenbereich“ als nicht ausreichend angesehen werden kann. 

Genau hier setzen meine Übungen im ganzheitlichen Gedächtnistraining an.

SPECT

SPECT ist die Abkürzung für Single Photon Emission Computed Tomography (Einzelphotonen-Emissions-Computertomografie auf Deutsch).

Es wird eine schwach radioaktive Substanz verabreicht. Beim Verfall der Substanz entsteht Gammastrahlung, welche gemessen wird. Je aktiver die biologische Aktivität eines Gewebebereichs (Organ) ist, desto mehr radioaktives Material kann sich dort anreichern.

Bei der SPECT rotieren Messköpfe um den Körper herum. Die so gewonnenen Messergebnisse werden in Bilder umgerechnet. So kann auch der Blutfluss im Gehirn gemessen/dargestellt werden. Je intensiver, desto höher ist dort die Stoffwechselaktivität oder Krankheitsaktivität.  So werden Hinweise auf degenerative Erkrankungen (z.B. bei Alzheimer, Parkinson) oder Durchblutungsstörungen (z.B. Schlaganfall, Tumore) geliefert.

 

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie

http://de.wikipedia.org/wiki/Emissionscomputertomographie

 

PET

PET ist die Abkürzung für Positronen-Emissions-Tomographie.

Es wird eine schwach radioaktive Substanz verabreicht. Die Verteilung dieser Substanz  im Körper wird gemessen. Je aktiver die biologische Aktivität eines Gewebebereichs (Organ) ist, desto mehr Material kann sich dort anreichern.

Die gewonnenen Messergebnisse werden in Bilder umgerechnet. So kann auch der Blutfluss im Gehirn gemessen/dargestellt werden. Je intensiver, desto höher ist dort die Stoffwechselaktivität oder Krankheitsaktivität. So werden Hinweise auf degenerative Erkrankungen (z.B. bei Alzheimer, Parkinson) oder Durchblutungsstörungen (z.B. Schlaganfall, Tumore) geliefert.

 

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Positronen-Emissions-Tomographie

http://de.wikipedia.org/wiki/Emissionscomputertomographie

Denken ohne Maschine

Handy, elektronischer Terminkalender, Armbanduhr, Tablet, PC, Wecker, Smartwatch, Android Wear, App, Bot, Notrufarmband, Taschenrechner, Funkhandsender, Rauchmelder, Bewegungsmelder, Sturzdetektor, Webcam, GPS etc.

Dies alles sind Mittel, die Sie im täglichen Leben unterstützen. Allerdings sind es auch alles Mittel, die meistens auf Strom und korrekte Anwendung oder gar dritte Personen basieren.

Deshalb können diese Geräte nie Ihr eigenes Denken und auch nicht Ihr Gedächtnis ersetzen.

Technik dient ausschließlich der Unterstützung, sie stellt keinen Ersatz dar.

Damit das Gedächtnis fit bleibt, muss es richtig gefördert und unterstützt werden. Insofern stellt das Gedächtnistraining keine archaische oder überflüssige Tätigkeit dar.  Das Gehirn funktioniert seit Jahrtausenden ohne technischen Einfluss, insoweit kann es auch ohne die Unterstützung von Computer und Smartphone durch „natürliche“ sinnvolle Übungen nachhaltig trainiert werden.

Das Gedächtnis zu trainieren bedeutet nicht, dass Sie gänzlich auf moderne Technik verzichten müssen oder sollen, aber Sie brauchen diese nicht fürs Gedächtnistraining.

 

Wo arbeitet was im Kopf?

Selbstverständlich ist man heute in der Lage, die Areale bestimmter Gehirnaktivitäten deutlich einzugrenzen, hier wird auf die entsprechende Fachliteratur verwiesen. Dieser Beitrag soll nur eine grobe Orientierung geben, um die Komplexität des Gehirns leichter zu erfassen.

Langzeitgedächtnis

Das Langzeitgedächtnis unterteilt sich in verschiedene Bereiche.
Die anatomischen Zentren sind Hippocampus, Frontallappen und Temporallappen.

Deklaratives Gedächtnis

Das deklarative Gedächtnis unterteilt sich in das episodische und das semantische Gedächtnis.

Episodisches Gedächtnis

Der rechte Stirnlappen beinhaltet das episodische Gedächtnis.
Das episodische Gedächtnis ermöglicht den Abruf vergangener Erfahrungen, die in einer bestimmten Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt gebildet wurden. Es ist zur mentalen Zeitreise sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft fähig. Es ist Teil unserer Biographie. Wird dieser Bereich beschädigt, so verliert man die Erinnerung daran, was wann wo geschehen ist oder sein soll.

Da dieser Bereich benötigt wird, um Fakten miteinander zu verbinden, kann es dazu führen, dass z.B. eine Person weiß, was Ehe bedeutet, eine Person gegenüber erkennt, sich jedoch nicht erinnern kann, mit eben dieser Person verheiratet zu sein.

Semantisches Gedächtnis

Im linken Schläfenlappen befindet sich das semantische Gedächtnis.
Hier werden Fakten gelagert, z.B. was welches Wort bedeutet. Es beinhaltet neben dem Schulwissen den größten Teil unseres im Leben gesammelten Wissens.

Verhaltensgedächtnis

Das prozedurale Gedächtnis, auch Verhaltensgedächtnis, speichert automatisierte Handlungsabläufe bzw. Fertigkeiten. Beispiele dafür sind Gehen, Radfahren, Zähneputzen.

Neben dem Stirnlappen ist auch das Kleinhirn wichtig für dieses Gedächtnis.
Es werden komplexe Bewegungen ausgeführt, deren Ablauf man durch Üben gelernt hat. Dieses Wissen wird ohne besonderes Nachdenken darüber abgerufen. Der Spruch „Fahrradfahren verlernt man nie!“ ist insoweit richtig, als dass man nicht mehr bewusst darüber nachdenken muss, für was die Pedalen da sind, wie man den Lenker drehen muss, um nach rechts zu fahren etc. Gleichwohl wird nur die Grundfunktion über längere Zeit gespeichert, die Feinheiten bzw. Geschicklichkeiten muss man sich wieder durch Üben antrainieren.

Schlaganfall und Gedächtnisstörung

Nach einem Hirninfarkt (Schlaganfall) treten öfters Gedächtnisstörungen auf. Abhängig davon, wie schwer der Hirninfarkt war und welche Hirnzentren betroffen sind, wirken sich die Schäden ganz unterschiedlich aus.

Teilweise können keine alten Informationen abgerufen werden, teilweise keine neuen gespeichert werden, oder es treten öfters plötzliche Sprachfehler bzw. Vergesslichkeiten auf.

Hiergegen vorzugehen ist sehr schwierig. Entsprechende Übungen mit Schwerpunkten aus den Bereichen Wahrnehmung, Konzentration, Logisches Denken, Merkfähigkeit und Memotechniken helfen, den Alltag leichter zu meistern und andere Wege zu Informationen zu erschließen.

Formen der Demenz

Es existieren eine Reihe von Einteilungen der Demenzen, im deutschen Sprachbereich orientiert an der Genese, im US-amerikanischen orientiert am Ort der cerebralen Schädigung.

Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Die Demenzformen werden laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie nach der Genese in vaskuläre, (neuro-)degenerative Demenzformen und Mischformen unterteilt.

Vaskuläre Demenz (VAD)

  • Multiinfarktsyndrom: Defektsyndrom nach größeren, einzelnen oder multiplen, ischämischen oder hämorrhagischen Insulte mit Untergang einer kritischen Masse an neuronalem Gewebe (wahrscheinlich ca. 100 ml)
  • Strategische Insulte: ausgeprägte kognitive Defizite bei kleinem Läsionsvolumen an entscheidenden Stellen (Thalamus, hinteres Kapselknie, frontales Marklager)
  • Mikroangiopathische Läsionen
  • Mikrogefäßveränderungen
  • genetische Grunderkrankungen

Degenerative Demenz

ICD 10

Nach ICD-10 werden die Demenzen unterteilt in

Quelle: wikipedia.de

Demenz

Eine Demenz ([deˈmɛnʦ], lat. Demens „ohne Geist“ bzw. Mens = Verstand, de = abnehmend) ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt und meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen. (wikipedia.de)

Dieses führt dazu, dass die Personen die Fähigkeit verlieren ihre täglichen Aufgaben zu erfüllen. Entgegen der landläufigen Meinung ist Demenz keine Alterserscheinung, die jeden im Alter trifft, sondern sie ist eine Krankheit, für die man mit zunehmendem Alter empfänglicher wird.

Ein Heilmittel, welches zur vollständigen Genesung führt, ist zur Zeit noch nicht erhältlich. Einige Formen der Demenz können aber insofern behandelt werden, dass die Symptome im Anfangsstadium der Demenz hinausgezögert und die Leistungsfähigkeit des Menschen werden.

Begriff: Wortfindung

Bei der Wortfindung geht es darum, dass sich der Mensch zum Teil schwer tut, das passende Wort im Augenblick des Sprechens oder Schreibens zu finden. Die Person kennt zwar grundsätzlich die richtigen Wörter, vermag diese jedoch im Augenblick nicht aus dem lexikalischen Speicher abzurufen oder richtig zuzuordnen!

Hierfür muss keine Aphasie (Broca-Aphasie, Wernicke-Aphasie, Amnestische Aphasie etc.) vorliegen.

Insbesondere bei längeren Stressphasen und im Alter reduziert das Gehirn quasi seine „Suchtiefe“ im gespeicherten Wortschatz. Gleichzeitig unterlässt das Gehirn es, neue Wörter zu speichern, da äquivalente Wörter schon vorhanden sind. Somit erweitert es kaum den Wortschatz.

Hier setzt das Gedächtnistraining im Bereich der Wortfindung an. Durch spezielle Übungen wird das Gehirn sozusagen gezwungen, den verkramten Wortschatz wieder hervorzuholen, zu aktivieren und neue Wörter langfristig hinzuzufügen.

Übung: Quadrate

Übung: Quadrate

Wie viele Quadrate sehen Sie in dieser Abbildung?

Hilfe:
Es sind mehr als 40 Quadrate und weniger als 60 Quadrate!

Gedächtnistrainingseffekte:
In dieser Übung wird ein strukturiertes und logisches Denken gefordert.

Insbesondere muss man sich darauf konzentrieren, die verschiedenen Quadrate sich einzeln sichtbar zu machen und zu prüfen, ob sich mit oder aus einem Quardrate weiter bilden lassen.

Die Augenkoordination ist hierbei zu beachten. Weshalb eine solche Übung, insbesondere bei einem eingeschränktem Sichtfeld eine erhöhte Anforderung darstellt.