Parkinson

Die Parkinson-Krankheit auch Morbus Parkinson, Idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS), Parkinsonsche Krankheit genannt, zeichnet sich durch einen langsamen und stetigen Verlust von Nervenzellen aus.

Dabei sterben die Dopamin-produzierenden Zellen im Mittelhirn ab, dieses führt im Weiteren dazu, dass die Wirkung der Basalganglien auf die Großhirnrinde inaktiver wird, wodurch vor allem Bewegungsstörungen eintreten.

Symptome sind u.a.

  • Muskelstarre (Rigor),
  • verlangsamte Bewegung (Bradykinese) bis zur Bewegungslosigkeit (Akinese),
  • Muskelzittern (Tremor),
  • Haltungsinstabilität (posturale Instabilität).

Begleiterscheinungen können auch kognitive Störungen sein, die Schnelligkeit des Denkprozesses kann deutlich verlangsamt sein.

Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Parkinson-Krankheit

Schlafen ist Zeitverschwendung?

Das Gehirn ist eine ständig arbeitende Hochleistungsmaschine. 24 Stunden ist es aktiv. Insoweit könnte man davon ausgehen, dass es gleichgültig ist, ob man schläft oder wach ist, denn das Gehirn arbeitet auf alle Fälle.

Ebenso wie der Rest des Körpers, der auch immer aktiv ist, braucht das Gehirn Phasen, in denen wir es nicht aktiv steuern bzw. verwenden.

Das Gehirn braucht also einfach mal Zeit für sich.

Beim Schlafen schließen wir die Augen, das Gehirn braucht also keine optische Aufzeichnung vorzunehmen. Wir reden nicht mit anderen und müssen ihnen nicht zuhören. Das Gehirn braucht sich somit nicht ständig darum zu bemühen, Wörter zu verarbeiten, Wissen abzurufen, alles in den richtigen Kontext zu setzen, und auch noch intelligent darauf zu reagieren. Der Körper muss nahezu nicht bewegt werden und gefahrlos durch den Alltag gesteuert werden.

Schlafen bedeutet nicht, dass das Gehirn abgeschaltet ist. Auch wenn viele Männer nachts „Nichts“ mitbekommen im Vergleich zu Frauen, die meistens einen leichteren Schlaf haben, so bleibt das Gehirn auch weiterhin mit allen Sinnen per Alarmfunktion verbunden und kann in Sekundenschnelle alles aktivieren und wahrnehmen.

Das Gehirn nutzt und braucht die Schlafenszeit, um die Erlebnisse des Tages intern aufzuarbeiten, zu filtern und ins Gedächtnis einzusortieren.

Tageserlebnisse werden wiederholt vom Hippocampus zum Cortex gesendet.

Dieses läuft unabhängig davon ab, ob Sie dabei „richtig träumen“.

Träume bestehen wohl teilweise aus diesen Wiederholungsschleifen. Dabei werden Tageserlebnisse mit schon vorhandenen Informationen  kombiniert und neu verknüpft. Mit jedem Abspielen der Informationen wird die Erinnerung vertieft und die Verbindung in den neuronalen Strukturen verstärkt. Neuronale Netze werden umgebaut. Dabei werden unter Umständen auch als unwichtig angesehene Informationen  und Gedankenfragmente vom Gehirn gelöscht.

Durch die Neukombinationen von Altem und Neuem hat man manchmal das Gefühl, dass einem die besten Ideen im Schlaf kommen.

Wenn Sie sich ausreichend lange Schlaf- und Ruhephasen gönnen, werden Sie feststellen, dass Sie danach besser auf Ihr Gedächtnis zugreifen können.

Auch Ihr gesamter Köper ist nach dem Schlaf aktiver und aufnahmefähiger. Es fällt leichter, die richtigen Informationen abzurufen.

Schlaf- und Ruhephasen sind also keine Zeitverschwendung, sondern genau das Gegenteil!

 

Notizen als Erinnerungsstütze

Eine Unterstützung im Alltag sind externe Katalogsysteme oder einfach gesagt Notizen, Kalender, Hinweise.

Es ist kein Fehler, sich Sachen aufzuschreiben. Es wertet Sie auch nicht ab, wenn Sie sich Dinge aufschreiben, viel besser, als wenn man sie „vergisst“.

Das Gehirn freut sich, wenn es Unterstützung beim Kramen im Gedächtnis bekommt. Das Gedächtnis ist keine schön aufgeräumte Bibliothek, wo Wissen und Informationen von A nach Z oder nach Datum sortiert bereit stehen, um abgefragt zu werden.

Übung:

  • Testen Sie sich einfach mal selbst! Setzen Sie sich hin und schreiben Sie alle Wörter, die Sie kennen und die mit O beginnen auf.

Wenn Sie fertig sind, stecken Sie den Zettel in Ihre Hosentasche.

Ihnen werden in den nächsten Stunden in den unmöglichsten Situationen und an anderen Orten viele weitere Wörter mit O einfallen, die noch nicht auf Ihrer Liste stehen.

Ihr Gehirn arbeitet also im Hintergrund weiter an der Aufgabe und ist nicht mit dem Einstecken des Zettels in die Hosentasche abgeschaltet. Das Gehirn nutzt die Fähigkeit, eine Information mit einer Vielzahl von anderen Informationen zu verknüpfen, um sie später auf verschiedenen Wegen wieder abzurufen. Durch diese Verknüpfungen erhält die Information eine höhere Priorität im Gedächtnis.

Denken Sie daran, dass Sie Sachen, die Sie früher in der Schule auf Spickzettel geschrieben haben, weil Sie meinten, sie sich nicht merken zu können, dann doch oft noch in Erinnerung hatten und Sie den Spickzettel im Nachhinein als unnötig empfunden haben.

Sobald Sie sich eine Notiz anschauen, werden Sie oft feststellen, dass Sie nicht mehr als die ersten Worte lesen müssen, um sich an den Rest des Inhaltes zu erinnern. Teilweise reicht es als Erinnerungsstütze auch aus, dass Sie den Notizzettel nur sehen, oder dass ein Datum im Kalender mit einem Symbol markiert ist.

Per Hand schreiben

Unabhängig vom Zustand des Gehirns sollte das Schreiben per Hand geübt werden. Tippen auf der Tastatur oder die Spracheingabe ins Handy helfen uns zwar Notizzettel und Kalender zu führen, aber trainieren nicht das Gehirn, bzw. sind kein intensives Gedächtnistraining.

Durch Schreiben mit der Hand verbinden Sie Ihre Gedanken mit Handbewegungen. Anders als mit dem Schreiben auf einer Tastatur, welche nur eine einzige Bewegung an der richtigen Position benötigt, so hat jeder Buchstabe per Hand geschrieben eine eigene Form und benötigt damit einen eigenen Bewegungsablauf.

Schreiben mit einem Stift verlangt von Ihrem Gehirn verschiedene Aufgaben zu koordinieren.

  • Die Hand muss bewegt werden, dabei muss das Gehirn der Hand die richtige Linienführung mitteilen, um die richtige Form der Buchstaben darzustellen. Das Gehirn muss also Bewegungsmuster abrufen.
  • Da sowohl Fehler in der Wortwahl und Grammatik schwer zu korrigieren sind und kaum Einschübe machbar sind, muss der Mensch vor dem Schreiben länger über die Wortwahl und den Sinn nachdenken, das Gehirn arbeitet konzentrierter.
  • Da der Mensch dazu neigt, Arbeit zu reduzieren, wird beim handschriftlichen Schreiben versucht, mit weniger Worten mehr auszudrücken. Einen umfangreichen Text am Computer, so wird man feststellen, würde man, sollte man ihn per Hand schreiben, durch eine andere Wortwahl kompakter und teilweise durch eine andere Wortwahl kreativer gestalten.
  • Es gibt nur wenige Personen, die sauber und ordentlich gerade schreiben, wenn sie nicht auf das Blatt/Stift schauen.
    Die eigene Körperwahrnehmung wird durch das handschriftliche Schreiben gestärkt. Das Gehirn kontrolliert und korrigiert ständig Abweichungen nicht nur in der Schreibrichtung, auch in der Stärke des Druckes des Stiftes und der Hand auf das Papier. Somit wird die Feinmotorik der Hand und die Auge-Hand-Koordination trainiert.
  • Gleichzeitig nimmt unserer Gehirn auch noch weitere Informationen
    aus der Umwelt wahr und verknüpft diese mit dem Text. Sei es die örtliche Situation, sei es der verwendete Stift, das Blatt, das Licht, welches Schatten auf das Schreiben wirft, oder ein Duft der gerade den Raum erfüllt. Im Gegenzug dazu wird beim Computerarbeitsplatz meistens versucht, eine ständig identische Arbeitssituation zu schaffen, um schnell und unabgelenkt tätig sein zu können. Beim handschriftlichen Schreiben gibt es eine Vielzahl von Unterschieden, die das Gehirn wahrnimmt und mit dem Textinhalt verbinden kann. Damit wird das Geschriebene individueller erlebbar und für das Gehirn somit leichter abrufbar.